Refugee Talks – What’s up with that?

Sa. 24. Feb, 19:00 Uhr, Tomorrow Club KioskLange Str. 98, 44137 Dortmund, Route
Sa. 24. Mrz, 18:00 Uhr, Lokal HarmonieHarmoniestr. 41, 47119 Duisburg, Route

Wash one‘s dirty linen in public – an open performance

Aus dem Englischen  ||  Nicht verschwinden wollende Flecken abwaschen, die Erinnerungen waschen, Gehirnwäsche. Nicht berichtete Familiengeschichten, Geschichten von Orten, Ländern, in unsere Körper geätzt. Fallen und Speicher der Erinnerung.

Wir sind an Wegen interessiert, über Dinge zu sprechen, mit denen wir lieber hinterm Berg halten würden. Wir wir das Mühselige aussprechen, dem wir früher oder später sowieso ins Gesicht schauen müssen.

Wir beschäftigen uns unablässig mit dem Thema Emigration, sowohl nach innen als auch nach außen. Wir versuchen herauszufinden, was passiert, wenn es schwierig ist, den Bedürfnissen nach Sicherheit, nach Selbstentfaltung gerecht zu werden, wenn man als „Problem“ identifiziert wird. Wir gehen davon aus, dass jeder von Zeit zu Zeit die Erfahrung macht, in der Minderheit zu sein.

Wir wollen „Minderheiten“-Phänomene in dem Glauben identifizieren und untersuchen, dass wir einander brauchen: Mehrheiten brauchen Minderheiten und andersherum,  die sogenannten körperlich Gesunden  brauchen die sogenannten Behinderten und andersherum.

Wir fragen auch: Was gibt uns das Gefühl, real zu sein? Was macht das Gefühl der Identität aus? Was passiert, wenn diese Identität reduziert wird, eine Person mit ihrer Funktion gleichgesetzt wird, ihre Kreativität eingefroren wird? Abschließend fragen wir nach der Rolle von Erinnerungs- und Regenerierungserfahrungen.

Auf der Bühne sind unsere Heldinnen fünf Auswanderer aus Afrika, Indien, Russland, Polen, die für die gleiche Firma arbeiten. Sie kennen sich nicht von früher, aber sie teilen gemeinsame Erfahrungen.

SCHAUSPIEL  Seratu Bah, Zofia Bartoszewicz, Yacouba Coulibaly, Yogesh Gawas, Emilia Hagelganz

UNTER DEM DACH  des gemeinnützigen Vereins „Labor für sensorische Annehmlichkeiten e.V. (Labsa)“

DAS TRANSNATIONALE ENSEMBLE LABSA

…entwickelt seit 2015 transkulturelle Projekte, bei den sich einer divergenten, ethnischen und kulturellen Vielheit angenähert wird. Die Erfahrungen der Akteure aus unterschiedlichen gesellschaftlichen, religiösen und politischen Zusammenhängen bildet oft die Grundlage der Projekte. Es entstehen Theaterperformances mit Live-Musik, das Festival Tomorrow Club und kleinere Formate: Songs, Texte, Kurzfilme, musikalische Lesungen und Lecture-Workshops. 2017 eröffnete das Ensemble in Dortmund einen temporäreren Spiel- und Produktionsort für interdisziplinäre künstlerische Praxis: den Tomorrow Club Kiosk.

WEB  vimeo, facebooklabsa.de

Washing dirty laundry, Dortmund

Foto: Thomas Enbergs

 

„Ich rede über den akuten Zustand von Afrikanern in Libyen. Also auf dem afrikanischen Kontinent. Die fliehen vor dem Krieg, vor dem Elend, vor dem Hunger  und der Arbeitslosigkeit und werden anschließend verkauft, wie früher, wie Gemüse auf dem Markt. Die Erde dreht sich und die Menschen ebenfalls mit ihrem Verstand.“

Der Text von Yacouba Coulibaly (Darsteller des Transnationalen Ensemble Labsa) erklingt an diesem Abend wie ein Mantra aus der Nacht.

Gestern in Bochum, heute in Dortmund

Bei der gestrigen Premiere von »Und jetzt schaukle« im ZEITMAULtheater Bochum teilten die Schauspieler*innen die Bühnen mit Zeichnungen und Videoanimationen auf zwei Leinwänden. Die „krumme Linie“, die die Protagonist*innen auf der Bühne szenisch thematisierten, mussten auch die Besucher*innen beim Betreten des ZEITMAULtheaters in Form einer Kreidelinie auf dem Boden überschreiten.

Heute Abend um 19:00 Uhr geht es im Tommorow Club Kiosk in Dortmund weiter mit einer Doppelpremiere: Die beiden Performances »Krieg« von den Freien Radikalen und »Refugee Talks – What’s up with that?« vom Transnationalen Ensemble Labsa werden zum ersten Mal öffentlich dargeboten.

Wir freuen uns auf viele Gäste und einen spannenden Abend!

Hier geht´s auf zum  Tommorow Club Kiosk.

Refugee Talks on air!

Heute morgen auf WDR Cosmo: Emilia Hagelganz und Yacouba Coulibaly vom Transnationalen Ensemble Labsa im Gespräch über Refugee Talks:

Yacouba Coulibaly: „Wenn sich irgendwann herausstellt, dass ich Künstler werden muss, dann mach ich das gerne.“ => „Refugee Talks – What’s up with that? Wash one‘s dirty linen in public – an open performance“ – morgen, SA 24.02., 19 h, Tomorrow Club Kiosk in Dortmund!